Hannes Rickli: Daten Lauschen — Wie die Umwelt in den Computer kommt

2. 6. –  31. 7. 2022

Deutsches Schifffahrtsmuseum, Leibniz-Institut für Maritime Geschichte, Bremerhaven

 

Die Ausstellung «Daten Lauschen» präsentiert multimediale Installationen, die der Schweizer Künstler Hannes Rickli (*1959) gemeinsam mit Valentina Vuksic, Christoph Stähli und Birk Weiberg im Rahmen des künstlerischen Forschungsprojekts «Computersignale» entwickelt hat. Sie machen Klimaforschung in der Arktis sinnlich erfahrbar.


Seit 2012 begleitet Rickli den Fischökologen Philipp Fischer bei seiner Feldforschung im Arktischen Ozean vor Spitzbergen. Dort unterhält das Alfred-Wegener-lnstitut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) das ferngesteuerte Unterwasser-Beobachtungssystem RemOs (Remote Optical System). Ausgestattet mit zwei Kameras zur stereometrischen Vermessung erlaubt das System den Forscher:innen die Organismen im Wasser automatisiert und dauerhaft zu beobachten.


Die digitale Erhebung und Verarbeitung der Daten finden vorwiegend in Sphären statt, die den menschlichen Sinnen verborgen sind – in abgeschlossenen optischen Systemen, in Seekabeln, Computern und schließlich auch in riesigen Datenzentren. Rickli geht es in seinem Projekt nicht nur um das Sammeln der biologischen Rohdaten der Forscher:innen, die er neu arrangiert, ergänzt und in einem eigenen Archiv zusammenträgt. Mit seinem Team produziert er darüber hinaus akustische Daten, die eine Beobachtung und Reflexion des Forschungsprozesses ermöglichen.

Projektleitung Ausstellung, Beratung Szenografie, Grafik

Christoph Geiger

Das Projekt wurde unterstützt vom Schweizerischen Nationalfonds SNF und entstand in Kooperation mit dem Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) dem Kunstverein Bremerhaven und der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK).

 

Künstlerisches Team
Hannes Rickli | ZHdK 

Valentina Vuksic | ZHdK

Birk Weiberg ZHdK

Christoph Stähli ZHdK

 

Kuratierung

Ulrike Heine | DSM 

 

Fotos # 1 und # 3–11
Helena Grebe | DSM